Hannah Arendt


Wie man eine Wifesharfrau

Franz von Assisi Dafür, dass wir alle in einer Klassengesellschaft leben, wird erstaunlich wenig über die Klassengrenzen gesprochen. Meines Erachtens liegt das daran, dass sich viele mit Klassen gut eingerichtet und keine Lust haben, an diesen Grenzen zu rütteln; es könnte ja sein, dass sie dann einstürzen und Leute darüber klettern, denen man so gar nicht vorgestellt werden möchte. Das Nachlassen der früher immens wichtigen Debatte — damals ging es mehr um das Erhöhen solcher Grenzen — mag auch mit dem Netz zu tun haben, in dem jeder problemlos jeden Anspruch und jede Forderung formulieren kann. Das ist ein Ventil vor dem Marsch auf die neuen Bastilles der Postmoderne, da findet man Gleichgesinnte, die genauso träge und unfähig sind, und ohne Hosen vor dem Rechner sitzen, dort hat man einen Lotusessertraum von einer besseren Welt, in der jeder findet, dass man auf der richtigen Seite ist und die richtigen Ansprüche vertritt. Kurz, es ist so wie bei einem Kaffeekränzchen in besserer Wohnlage auf den Tegernsee, nur schlechter angezogen und in chancenlos und gemieteten Wohnungen. Gestern etwa schwappte das hier an mir vorbei. Dass cis-Männer ernsthaft glauben, dass ihnen die Welt NOCH MEHR schuldet, als sie schon kriegen. Noch mehr Toleranz, noch mehr Chancen, noch mehr Sex, noch mehr Freundlichkeit, noch mehr Immunität, noch mehr Geld… Die Welt schuldet euch NICHTS mehr. Kommt endlich mal klar.

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Manchmal suchen wir uns unseren eigenen Weg Lesen Sie weiter Inhalt: Die 25 jährige Studentin Rachel Martin macht am Brooklyn College ihren Doktor in Musik und arbeitet nebenbei noch mit ihrer besten Freundin Ava in einer angesagten Bar. Alles könnte in bester Ordnung sein, wäre ihr, Dank Ava durchgebraten ein Peinliches Missgeschick passiert. Ava sieht in der Bar ihren Ex-Freund Owen, der sie schändlich hintergangen hat und bevor Rachel sich versieht, schmettert sie Owen einiges unschönes an den Kopf. Zufrieden mit sich und der Welt, stürzt wenig später alles wie ein Kartenhaus zusammen, denn Owen ist gar nicht Owen, sondern ein Fremder der zufällig in der Bar verweilt. Peinlich berührt macht sich Rachel samt besoffener Ava auf den Heimweg und hofft diese Peinlichkeit schnell vergessen zu schaffen. Am nächsten Tag, macht sie sich auf den Weg in die Uni und ist natürlich mal wieder viel zu spät dran, und ausgerechnet heute lernt sie den neuen Professor Caine West, dem sie dieses Jahr als Assistentin zugeteilt worden ist, der mit unpünktlichen Menschen mal so gar nil anfangen kann, kennen. Und überhaupt, soll er recht streng und übellaunig sein, keine guten Voraussetzungen für das erste Kennenlernen.

Kann das gut gehen?

Doch Sams kleine Schwester Nancy erkennt, wofür Nyelas Herz wirklich schlägt. Nyela fühlt sich zu Sam hingezogen. Dann taucht dessen Ex-Freundin Satori auf. Zudem kommen Zweifel in ihr auf, ob das Angebot von Designerin Kara für ein Comeback als Model wirklich der richtige Weg für ihre Zukunft ist. Nyela ist in einem Konflikt: Obwohl sie eigentlich nicht mehr modeln wollte, plagt sie das schlechte Gewissen, da ihr dramatischer Ausstieg aus dem Geschäft einigen Ärger verursacht hat. Daher sagt sie zu, als ihre ehemalige Agentin ihr ein Shooting für ein neues Modelabel anbietet. Zufälligerweise findet der Job all the rage Sams Heimatort Chippenham statt. Da Sam dort seine Mutter und seine Schwester Nancy besuchen will, bietet er Nyela an, sie im Auto mitzunehmen.

Privilegienkritik als sozialer Fehltritt

Durchgebraten bei Tinder. Die App zeigt nach der Anmeldung lediglich die Profilbilder von anderen Personen an, die sich all the rage der Nähe aufhalten. Geografische Handy-Ortung gegrüßt Dank. Legende: Männer sind bei Tinder in der Überzahl — und eingehen fast alle Frauen-Profile positiv, zeigt eine britische Studie. Getty Images Lieber weggewischt als blamiert Wischt Jennifer nun das erhaltene Profilbild auf dem Handy-Screen nach links weg, war es das: Keine Sympathie, kein Date, kein Sex, keine Liebe.


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